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201 ABT, FRANZ: Eigenhänd. Brief m. U. Dat. Braunschweig 13/4 [18]56.
8°, 2 Bll., 1 S. beschrieben. - Mit blindgepr. Namenszug. Knickfalte.
180,-
An einen Herrn von Fredes, mit der Bitte um Rückgabe der „Stimmen zur
9. Sinfonie“ [Beethovens], „da ich dies Werk mit meiner Akademie studiren
möchte, welche zum Magdeburger Musikfest eingeladen ist“. Weiter mit
einer Bitte um Vermittlung: „In nächster Zeit erscheint von mir ein
Heft Lieder für Sopran, Alt, Tenor und Baß ... es wäre mir
sehr angenehm, wenn ich dasselbe Ihrem kunstsinnigen Könige, dem Protector
Ihrer Akademie dediciren dürfte“. - Franz Abt (1819-1885) wirkte ab
1852 beinahe 30 Jahre als Hofkapellmeister in Braunschweig. - Beim Magedeburger
Musikfest im Juni 1856 wurde Beethovens 9. Sinfonie unter Leitung von Franz
Liszt aufgeführt. Chor und das aus Kräften aus Berlin, Braunschweig,
Leipzig, Weimar und Magdeburg zusammengesetzte Orchester umfassten mehr als
500 Personen.
202 BACH, JOHANN S.: [BWV 232] Hohe Messe in H-Moll. Faksimile-Ausgabe der
Handschrift. Lpz., Insel-Verlag 1924. Fol., 1 Bl., 188 [recte: 190] S.,
3 Bll. Orig. Halbpergamentbd. mit. goldgepr. Rückenschild in O.-Schuber.
900,-
Nicht numeriertes Exemplare der limitierten Auflage dieses hervorragenden
und inzwischen sehr seltenen Faksimiles von Bachs großer Messe. Aufgrund
des schlechten Zustandes der Originalhandschrift dient vorliegendes Faksimile
als Vorlage für alle neuen Reproduktionen.
203 BACH, JOHANN S.: Passionsmusik nach dem Evangelisten Matthäus [BWV
244, Partitur]. Lpz., B&H (PN B.W. IV) [1854]. Fol., 289 S., Ln. - Ebd.-Rücken
verblasst. 100,-
Gestochener Einzelband aus der „Alten Bach-Gesamtausgabe.“

204 BACH, JOHANN S.: Sammlung der Klavierkompositionen ... Herausgegeben
von Friedrich Chrysander. III. Band enthaltend: Das wohltemperierte
Clavier in 2 Theilen [BWV 846-883]. Nebst Anhang. Wolfenbüttel, Holle (VN
355) [1857]. 225 S., fol., Hln. d. Zeit. FS. - Ebd. bestoßen, Rücken
abgeplatzt, leicht lose. Etwas finger- und stockfleckig, letzte Seiten
etwas bestoßen. 140,-
Mit dem schönen Porträt Bachs im Stahlstich, Noten im Typendruck.
Im Anhang ein „Thematisches Verzeichniß“. - Oppermann, S. 312.

205 BARTOK - BARTÓK, BÉLA / KODALY, ZOLTAN: Magyar Nepdalok.
Enekhangra zongarakiserettel. Budapest, Rozsnyai Karoly (VN B.K.) [1906?].
Fol., 26 S., O-Kart. - Bestoßen, Ebd. mit kl. Abriß. 900,-

Erste Ausgabe der Ungarischen Volkslieder, einer Gemeinschaftsarbeit
mit Z. Kodaly, zu der jeder 10 Stücke beisteuerte. Mit egh. Namenszug Bartoks
(„Bartók Belá“). - Szabolcsi 33.
206 BEETHOVEN, L. V.: [WoO 68] XII Variazioni Per il Clavicembalo Sul menuetto
ballato dalla Signa. Venturini e Signor Chechi nel Ballo delle Nozze disturbate.
No. 4. Bonn, Simrock (PN 35) [1797]. Qu-fol., 11 S. - Nicht beschnitten.
380,-
Sehr früher Nachdruck. - Kinsky-Halm, S. 517.
207 BEETHOVEN, L. V.: Polonoise [op. 89]. pour le Piano-Forte dedié A
S.M. Elisabetha Alexiewna Imperatrice de toutes les Russes. Wien, Mechetti
(PN 382) [um 1820]. Qu-fol., 9 S. - Etwas bestoßen und fleckig. Alter
BV. 280,-
Titelauflage beim Originalverleger, bis auf die veränderte Adresse
identisch mit der Erstausgabe (1815). - Kinsky-Halm, S. 247f.
208 BEETHOVEN - BREUNING, GERHARD VON: Aus dem Schwarzspanierhause. Erinnerungen
an L. van Beethoven aus meiner Jugendzeit. Wien, Rosner 1874. VIII, 129
S., Hln. mit aufgez. vord. OU, FS. Mit 2 fotograph. Bildtafeln. - Gering
bestoßen. 600,-
Nicht häufige erste Ausgabe der Erinnerungen, die immer noch die wichtigste
Quelle für Beethoven letzte Lebensjahre sind. - „Mit einem bisher unveröffentlichten
Portrait-Medaillon Beethoven‘s ... und einer Ansicht des Schwarzspanierhauses.“
209 BEETHOVEN - KÖCHEL, LUDWIG RITTER VON: Drei und Achtzig neu aufgefundene
Original-Briefe Ludwig van Beethovens an den Erzherzog Rudolph. Wien, Beck
1865. 1 Bl., 95 S., Obr. - Nicht aufgeschnitten, nicht beschnitten. Ebd.-Ränder
verfärbt. 130,-
Erste Ausgabe. - Selten.
210 BOSSI, RENZO (1883-1965): Concerto in do maggiore (op. XV). Per violine
(o violoncello) ed orchestra. 2a. Edizione. Bologna, Bongiovanni (No.
2015) © 1939.
Fol., 78 S., O-Kart. Mit beil. Solo-Violinstimme, 9 S. - Gering bestoßen.
100,-
Mit Widmung und Unterschrift des Komponisten, München, November
1942.
211 BRECHT, BERTOLT: Lehrstück [Text]. Mainz, Schott © 1930. 14
S., Pbd. 80,-
Seltene Ausgabe, über KVK in keiner deutschen Bibliothek nachweisbar.
- Textbuch mit Noten für die vom „publikum als handelnde person“ auszuführenden
Sätze der „Menge“.
212 CHOPIN, FR.: Ballada As-Dur. Op. 47 [Faksimile des Autographs]. Warschau,
PWM 1952. Qu-fol., VII, 13 S., O.-Kart., OU. 100,-
Faksimilowane Wydanie Autografow F. Chopina, Zeszyt 2. - Vorwort v. W.
Hordynski (poln./russ./engl./frz.). - Nicht häufiges Faksimile.

213 CLEMENTI, MUZIO: VI Sonates pour le Pianoforte à quatre mains
et I Sonate pour deux Pianofortes. Lpz., B&H (PN Clementi IV) [ca. 1805].
Qu-fol., 112 S., Hln. m. aufgez. OU. Typendruck. Mit beil. 2. Klavierstimme,
6 S. - Etwas bestoßen und berieben. Ehem. Leih-Bibl.-Ex. (C.A. Wacker,
Güstrow). 180,-
Oeuvres Complettes de Muzio Clementi, Cahier IV. - Die von 1803-1819
erschienene Sammlung der Oeuvres bei Breitkopf, entstand teils unter
Clementis eigener
Redaktion. - Wie die gleichzeitig erschienenen Ausgaben Haydns und Mozarts
mit einer schönen Titelvignette ausgestattet. RISM C 3155(4).
214 COURVOISIER, WALTER: Eigenhänd. Briefkarte m. Unterschrift. Mchn.,
10. II. [19]25. Qu-8°, 2 S. 130,-
An seinen Freund Otto E. Crusius, mit Dank für die Übersendung
und „Widmung des so innerlich geschaffenene Liedes ... Ihr Vater hat mit
so viel Sympathie entgegengebracht. Glauben Sie mir: ich vergesse ihn nie!“
- O.E. Crusius (1892-1965) war der Sohn des Münchner Altphilologen
Otto Crusius.

215 DORETTI, A. G. (HG.): Blätter und Blüthen. Musikalisches Album
für das Pianoforte. Zur Unterstützung und Förderung junger
vaterländischer Tondichter und unter Mitwirkung derselben hg. und Ihrer
kaiserlichen königlichen Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin
Maria Henriette in tiefster Ehrfurcht gewidmet. Wien, Albrecht (o. PN) [um
1855]. Fol., 23 S., Goldschnitt, OU mit Moireepapier. Gestochen, Titel in
Golddruck. - Ebd. leicht verfärbt. 90,-
Imposant aufgemachte Sammlung von Salonkompositionen von C. Friedlich,
W. A. Kautzner, L. v. Leutner und R. L. Bibl. - A. G. Doretti war Ministerialbeamter
in Wien, er trat mit mehreren Veröffentlichungen als Förderer junger
Künstler hervor, er gab auch die „Reform-Blätter. Album für
das Pianoforte. Zur Unterstützung und Förderung junger, talentvoller
Componistinnen“ heraus.
216 EGK, WERNER: Abraxas. Anmerkungen zum Faustballett. [Mchn. / Baden-Baden
1947]. 4°, 12 Bl., O-Kart. Typoskript. 250,-
Die komplette Musik des Abraxas wurde konzertant ein halbes Jahr vor
der Münchner Produktion am 7. Dezember 1947 in Baden-Baden in einem Sinfoniekonzert
des SWR unter der Leitung Egks uraufgeführt. Das gedruckte Programmheft
war auf französisch abgefasst (Baden-Baden lag in der französischen
Besatzungszone) und enthielt neben ein Einführung eine Inhaltsangabe
des Balletts. In vorliegendem Typoskript, wohl die Vorlage für des Programmheftes,
wurde der ursprüngliche Titel „Faust-Ballett“ durchgestrichen und von
Egk durch „Abraxas“ ersetzt. - Mit Widmung und Unterschrift Egks „Für
Walter Panofsky in Erinnerung an den allerersten Abraxas am 7.12.47.“ -
Wichtiges Dokument zu Entstehung und Rezeptio des Werks.

217 FOREITH, [ANTON]: 2te Sammlung der beliebten Schlittage Walzer [für
Klavier mit Kinderinstrumenten]. Mainz, Schott (VN 2033-2039) [1824]. 6 Hefte,
gr-8°. In Lithographie, jedes Heft mit lith. Titelabb. - Spuren
ehem. Bindung. 250,-
Enthält: No. 217. Posthorn-Walzer. Introduction der 2ten Sammlung der
beliebten Schlittage-Walzer; No. 218. Nachtigall-Walzer zur 2ten Sammlung
der beliebten Schlittage Walzer; No. 219. Castagnette. Walzer...; No. 220.
Frosch Walzer...; No. 221. Gukguk-Walzer...; No. 222. Hops Walzer mit Posthorn,
Castagnette, Triangel, Nachtigall, Frosch und Guckuck als Coda der 2ten Sammlung
der beliebten Schlittage Walzer. - Die Walzer sind im Intelligenzblatt Nr.
5 zur Cäcilia 1825 als „Ostern 1824 erschienen“ angezeigt. - Selten
komplett.

218 FRAGEROLLE, GEORGES: Le Sphinx. Epopée Lyrique en 16 Tableaux.
Ombres et Dé cors de A. Vignola. Paris, Enoch & Co. / Flammarion
(1898). Qu-4°, 21 Bll., ill. Opbd. Mit ill. Titel und 17 Farblithogrpahien.
- Ränder bestoßen, Rücken unten und Gelenke innen leicht
beschädigt. Notenseiten teils gering verfärbt (Durchschlagen der
rückseitigen Lithographien). 150,-
Aufwendig ausgestatteter Klavierauszug des Schattenspiels „le Sphinx“,
„Representé pour
la première fois le 21 Janvier 1896 sur le Théâtre du
Chat Noir“. Thema ist die an der Sphinx vorbeiziehende Geschichte. Die 16
Tableaus mit chansonhaften Lieder (nach Gedichten des Komponisten) tragen
Titel wie Le Pharaon, Les Assyrides, Les Perses, Cléopatre, Les Arabs,
Les Croisés, Napoléon, Aujourd'hui. - Von Vignola, der die
originalen Bühnendekorationen und Schattenfiguren malte, stammt auch
der aufwendige Buchschmuck. Jedem Lied steht eine Farblithographie gegenüber.
219 GESANG - HOPPENSTEDT, D. (HG.): Lieder für Volksschul en. Fünfte
auf’s Neue durchgesehene Auflage. Hannover, In der Hahnschen Hof-Buchhandlung
1823. XVI, (8), 448, IV, 80 S., Pbd. - Bestoßen, Rücken beschädigt.
100,-
Mit einem Anhang Fabeln und Erzählungen.
220 - PFEIFFER, M. T. / NÄGELI, H. G.: Gesangbildungslehre nach Pestalozzischen
Grundsätzen pädagogisch begründet von Michael Traugott Pfeiffer,
methodisch bearbeitet von Hans Georg Nägeli. Erste Hauptabtheilung der
vollständigen und ausführlichen Gesangschule [und] Chorgesangschule.
Zweyte Hauptabtheilung. Zür., Nägeli 1810 / 1821. 2 Bde., 4°,
XVI, 250, (1) S., Hldr. mit goldgepr. Rückensch. / 2 Bll., 66, (33-)
88 S. [von 135]. Bd. 1 mit zahlr. Notenbsp. im Text, Bd. 2 mit Notenanhang.
- Bd. 1 von gelegentlichen Anstreichungen abgesehen sehr gut erhaltenes Exemplar.
Bd. 2 unbeschnitten und nicht aufgeschnitten in losen Lagen. Etwas bestoßen.
Es fehlen die erste und die zwei letzten Lagen des Notenanhangs. 500,-
Originalausgabe der berühmten musikpädagogischen Schrift.
221 GLAZUNOW, ALEXANDER: Eigenh. Brief m. Unterschrift. St. Petersburg 7/19
October 1895. 8°, 2 S. - Knickfalte. 1000,-
Antwortbrief an einen Freund, der um Vermittlung von Werken des damals
noch unbekannten Jean Sibelius an den Verleger M. P. Belaieff gebeten
hatte: „
... und ihn gefragt, ob er geneigt wäre Werke finnländischer Componisten
zu verlegen. Da er dieselben als russische Unterthanen betrachtet, so hätte
er nichts dagegen, mit der Bedingung aber, dass alle Werke neuer ihm unbekannter
Componisten erst der Bestimmung des Comitat's (welches aus Rimsky-Korsakow,
Liadow und mir besteht) unterworfen werden.“ - Der ungenannte Freund Glazunows
ist mit aller Wahrscheinlichkeit Ferruccio Busoni, auf dessen Anregung und
Vermittlung hin sich Sibelius an Belaieff wenden wollte. Seine Bemühungen,
die Orchesterwerke „En saga“ (op. 9, 1892), „Skogsraet“ (op. 15, 1895) und
„Kevätlaulu“ (op. 16, 1895) bei Belaieff zu verlegen waren jedoch erfolglos
(Dahlström, S. XVI u. 28).
222 GLINKA, MICHAIL: Le Prince Kholmsky. Tragédie de N. V. Koukolnik.
Nouvelle Edition revue et corrigée par N. Rimsky-Korsakow et A. Glazounow.
Partition in-8°. Lpz., Belaieff (VN 3018.3022) 1902. Kl-8°, 146 S.,
Obr. - Rücken unten beschädigt. BV. 90,-
Sehr seltene Ausgabe der Schauspielmusik. - Aus dem Besitz von G. Frommel.
223 GRETSCHANINOW, A.: [russ.:] Mein musikalisches Leben. Paris 1934. 151
S., O-Kart. Mehrere Bildtafeln, FS. - Etwas bestoßen. 240,-
Erste Ausgabe. - Mit einer ausführlichen privaten Widmung Gretschaninows
mit egh. Notenzitat, datiert 1935.
224 HAAK, L. G.: Caprice & Variations Pour Le Piano Forte. [Hs.: 6e.]
Suite du Répertoire des Clavecinistes. Zürich, Nägeli (o.
PN) [1803]. Qu-fol., 2 Bll., 38 S. Gestochen. Mit dem schönen, blattgroßen
Reihentitel in Aquatintamanier (sign. Lips). - Gering fleckig. 220,-
RISM HH 10a.
225 HAYDN, JOSEPH: [Coll.Qu. 5a2] Collection complette des
Quatuors [3.-4.] Livraison. Paris, Pleyel (versch. PN) [1806]. 4
Bde., Hldr. m. Rückenschild.
- Gering bestoßen. 400,-
Bde. 3 + 4 des dritten Abzugs der berühmten ersten Gesamtausgabe
von Haydns Streichquartetten, enthalten sind die Quartette Hob. III, 43-83.
- Nachdem für den zweiten Abzug die Quartette 81 und 82 neu
aufgenommen wurden, ist nun noch
Haydns letztes Quartett Nr. 83 hinzugefügt, mit dem abschließenden
Kanon „Hin ist alle meine Kraft, alt und schwach ich bin“. - Entgegen
den Angaben bei Hoboken enthalten alle Bände den Titel der Vl.
2 der ersten Quartettsammlung.
226 HAYDN - POHL, C. F.: Mozart und Haydn in London. Wien, C. Gerold’s Sohn
1867. 2 Bde., in 1, XVI, 188 / XVI, 390 S., Ln. 1 ausfaltb. Faksimiletafel.
- Gering berieben. Vord. Gelenk locker. 140,-
Erste Ausgabe. - Schön ausgestattetes Standardwerk.
227 HÄNDEL, GEORG F.: Fac-Simile of the Autograph Score of Messiah,
an Oratorio composed in the Year 1741. By Permisson of Her Majesty the Queen,
executed in Photo-Lithography from the Original in the Library at Buckingham
Palace. London. Published by the Sacred Harmonic Society. June 1868. Qu-fol.,
ca. 140 Bll., verz. Oln., Goldprg. - Etwas bestoßen, Rücken
restauriert. 400,-
Seltenes Faksimile eines der Hauptwerke Händels. - Das 1868 hergestellte
Faksimile ist das erste Voll-Faksimile eines Musikwerks überhaupt
und stellt auch technisch einen Meilenstein der Musikdruck-Geschichte dar.
-
Mit einer privaten Widmung an den Filmmusik-Komponisten Bernard Herrmann.
228 HELLMUTH, MAX: Eigenhänd. Musikmanuskript „Empor. Ein Sprechchor
zum Gedenken an den 4. Reichsjugendtag“. [Bamberg / Danzig? 1929]. Fol.,
(15) S. 120,-
Melodram-artige Komposition für Orgel und mehrere jugendliche Sprecher
(„Junge“ / „Mädel“). - Max Hellmuth war Organist in Bamberg.
229 HEUBERGER, RICHARD: Die Abenteuer einer Neujahrsnacht. Komische Oper
in drei Akten. Op. 29. Klavierauszug. Mainz, Schott (VN 24196) [1889].
Gr-8°, 1 Bl., 216 S., Hln. - BV. 170,-
Mit Widmung „Herrn Dr. Ganghofer freundschaftlichst zugeeignet. Wien
i. Okt. 1889“. - Der zum Freundeskreis von J. Brahms gehörende Richard Heuberger
(1850-1914) ist vor allem als Chordirigent (Wiener Singakademie u.a.) hervorgetreten,
sein bekanntestes Werk ist die Operette Der Opernball (V. Leon). Die Abenteuer
einer Neujahrsnacht ist seine erste Oper. - Ludwig Ganghofer, der in den
1880er Jahren in Wien lebte und mit Heuberger befreundet war, arbeitete für
diesen den Text der Oper Manuel Venegas zu Mirjam (Das Maifest) um.
230 HINDEMITH, PAUL: Mörder, Hoffnung der Frauen. Schauspiel in einem
Akt von Oskar Kokoschka. Op. 12. Orchesterpartitur. Mainz, Schott (VN 30686) © 1921.
Fol., 1 Bl., 106 S., O-Kart., Rücken mit Leinenstreifen verstärkt.
- Gering bestoßen. BV gelöscht. 450,-
Vervielfältigung nach der Handschrift des Komponisten. - Sehr seltene
große Dirigierpartitur von Hindemith erstem Operneinakter. Die Uraufführung
fand zusammen mit „Nusch-Nuschi“ am 4. Juni 1921 am Landestheater Stuttgart
statt, die Leitung hatte Fritz Busch, Bühnenbild, Kostüme und Choreographie
stammten von Oskar Schlemmer. Zusammen mit der Klaviersuite „1922“ begründete
die Oper Hindemiths Ruhm als Neutöner, ein Urteil, das sich später
in „revolutionärer Realist“ wandelte (RiemannLex).
231 KNAPPERTSBUSCH, HANS: Masch. Brief m. eigenhänd. Unterschrift. Mchn.,
16.III. [19]58. 4°, 1 S. 150,-
An den Münchner Kritiker Walter Panofsky, kurz nach seinem 70. Geburtstag:
- „... weit über tausend ‘Bedankmichs’-briefe muss ich jetzt loslassen
... Haben Sie Dank für das Buch, das ich einfach grossartig finde ...
Ich weiss jetzt noch nicht, wie ich diese ‘Bedankmichs’-arbeit bewältigen
soll - hoffentlich komme ich noch rechtzeitig zu den Bayreuther Proben“.
- In Bayreuth dirigierte Knappertsbusch 1958 den Ring und Parsifal.
 
232 KORNGOLD, ERICH / SCHOTT, PAUL: Die tote Stadt. Oper in drei Bildern
frei nach G. Rodenbachs Schauspiel „Das Trugbild“. Op. 12 [Textbuch].
Mainz, Schott © 1920. 60, (4) S., ill. O-Kart. - Leicht wellig. 450,-
Zweite Ausgabe des Librettos von Korngolds erfolgreichster Oper. - Mit
handschriftlicher Widmung und Unterschrift Korngolds („... E. W. Kgl.
München, 26. I.
55“) und Notenzitat, bezeichnet „Violanta“. - Die Versuche Korngolds (1897
- 1957) nach Beendigung des Krieges auch in Europa wieder als klassischer
Komponist Erfolge zu erzielen, scheiterten. Bei seiner zweiten Europareise
1954/55, bei der u.a. seine Symphonie fis-moll uraufgeführt wurde, besuchte
er auch München. - Selten.
233 KORNGOLD, JULIUS: Deutsches Opernschaffen der Gegenwart. Kritische
Aufsätze.
Lpz. - Wien, Leonhardt-Verlag 1921. VII, 376 S., Opbd. - BV (M. Hellmuth).
120,-
Ü
ber Opern von Wolf, Pfitzner, d’Albert, Blech, Heuberger, Zöllner,
Strauss, Bittner, Goldmark, Zemlinsky, Kienzl, Humperdinck, Waltershausen,
Oberleithner,
Neumann, Schreker, Schmidt, Weingartner, Schillings, Zafczek-Blankenau.
234 KRIEBITZSCH, CARL TH.: Für Freunde der Tonkunst. Lpz., Merseburger
1867. Kl-8°, 4 Bll., 229 S., Obr. FS. - Nicht beschnitten. 150,-
Inhalt: (Gedicht von) Friedrich Schneider; Zum Gedächtnis Mendelssohn-Bartholdy’s;
Dichter und Componisten; Das Requiem von Mozart; Der protestantische Choral;
Das Volkslied; Franz Schubert; Antigone; Brosamen von der Reichen Tisch.
- Mit einem Porträt Franz Schuberts.

235 LIBRETTO - [ANSEAUME, LOUIS]: Le Soldat Magicien. Opéra-Comique
en un Acte [Textbuch] Paris, Duchesne 1761. 43 S., Buntpapierebd. d. Zt.
- Gering bestoßen. 150,-
Sehr schön gestaltetes und sorgfältig gedrucktes Textbuch. - Die
Oper wurde am 14. August 1760 im Théâtre de la Foire S. Laurent
mit der Musik von François-André D. Philidor uraufgeführt.
- L. Anseaume (1720-1784) war einer der bekanntesten Librettisten des
18. Jahrhunderts.
236 - ANSEAUME, [LOUIS]: Le Tableau Parlant, comedie-parade, En une Acte & en
Vers, mélée d’ariettes. Paris, Veuve Duchesne 1770. 35 S.,
Buntpapierumschlag d. Zt. Mit Titelvignette und Holzschnittvignetten im Text.
- Etwas bestoßen. 140,-
Originalausgabe. - Die Oper war am 20. September an der Pariser Comedie
italienne (Musik von A. E. M. Grétry) uraufgeführt worden.
237 LIND - HOLMSTRÖM, MARIA: Jenny Lind. Som konstnärinna och människa.
Bibliofilupplaga [schwed.]. Stockholm, Ahlen & Akerlund 1914. 267 S.,
Ohln. mit Seidenbezug, Goldprg. Mit 23 Bildtafeln hinter Seidenpapier. Schönes
Vorsatz. - Berieben, Kapitale bestoßen. 60,-
Vorzugsausgabe der frühen Biographie der „schwedischen Nachtigall“.
238 MARISCHKA, HUBERT: (Rollen?) Porträtpostkarte mit eigenhänd.
Widmung u. Unterschrift auf der Bildseite. [Wien] 1920. 8°, s/w-Aufnahme
(Atelier Arenberg, Wien). 100,-
Aus seiner Zeit als Leiter des Theaters an der Wien. - Mit der Zeile „Auf
Flügeln des Gesangs (Heine)“.
239 MARSOP, PAUL: Musikalische Essays. Bln., Hofmann & Co. 1899. VIII,
287 S., Hln., Rü.-Goldprg. - BV (M. Hellmuth / Exl. Flatau). 120,-
Franz Schubert, ein Zukunftskomponist; Zur Naturgeschichte der Operette;
Schumann’s Traumlyrik; Faustmusik; Johannes Brahms u.a.
240 MASSENET, JULES: Eigenhänd. Brief m. Unterschrift. Paris, 27.Okt.
1905. 2 Bll., davon 2 S. beschrieben. Mit zugeh., ebenfalls eigenhänd.
adressierten Kuvert. - Knickfalte. 200,-
An den befreundeten Geiger Henri Marteau.
241 MENDELSSOHN-BARTHOLDY, FELIX: Octet for Strings Opus 20. A Facsimile
of the Holograph in the Whitall Foundation Collection. With an Introduction
by J. Newsom. Washington 1976. Fol., 8, (81) S., Hln. 180,-
Sehr seltenes Faksimile, lange vergriffen.
242 MICHAELIS, C. F.: Anekdoten und Bemerkungen, Musik betreffend. Zur Unterhaltung
und Belehrung für Freunde der Geschichte und Cultur der Tonkunst und
der mit ihr zusammenwirkenden Künste. Größtentheils aus
dem Englischen des A. Burgh, A.M. bearbeitet. Lpz., Baumgärtnersche
Buchhandlung 1820. XII, 220 S., Pbd. d. Zt., R.-Sch. - Bestoßen.
Vord. flieg. Vorsatz fehlt. 330,-
Deutsche Übersetzung von Teilen von Burghs Anecdotes of Music, historical
and biographical; in a series of letters, London 1814. „Eine im Grunde pragmatische
Geschichte der Musik von der frühesten bis auf die gegenwärtige
Zeit, mit biographischen Nachrichten, poetischen Bruchstücken, Anekdoten,
Reflexionen und Raisonements.“ - Selten.
243 MÖSER, C[ARL]: Ball-Musik, aufgeführt bei den Königlichen
Hof, und großen Bällen im Opern, und im Schauspielhause, während
der Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers von Rußland in Berlin.
componiert, für das Pianoforte arrangiert. Bln., Schlesinger (PN 178)
[1815]. Qu-4°, 9 S. Gestochen. - Unbeschnitten und bestoßen.
Etwas fleckig. 100,-
„1tes Heft enthält 2 Polonaisen und 6 Walzer.“ - C. Möser (1774-1851)
war seit 1811 Königlich Preußischer Konzertmeister. Er nimmt in
der Musikgeschichte Berlins vor allem durch seine Konzerttätigkeit einen
wichtigen Platz ein, bemerkenswert ist die Berliner Erstaufführung
von Beethovens 9. Symphonie. - Ledebur, S. 379f.
244 MOESER, CARL / GUSIKOW, M. JOSEPH: Schreiben von der Hand Moesers m.
Unterschrift beider Musiker. Hannover den 26. Juny 1836. Fol., 1 S. - Knickfalte.
180,-
„Die Unterzeichneten bitten die hiesige hochlöbliche Polizeidirection
ganz ergebenst, Ihnen die Erlaubnis zu einem Concert ... ertheilen zu wollen.“
- Michael Joseph Gusikow (1806-1837) war der erste Klezmermusiker, der
europaweit vor Publikum auftrat. Er galt als Virtuose auf seinem „Holz-
und Stroh-Instrument“,
eine Mischung aus Xylophon und Hackbrett.
245 MOZART, W. A.: [KV 527] Il Dissoluto Punito o Sia Il D. Giovanni. Dramma
giocoso. La Musica del Signore Wolffgango Mozard messa per il Piano Forte
Del Carlo Zulehner. Presso B. Schott in Magonza (PN 138) [1791]. Qu-fol.,
207 S., Hldr., Rü.-Goldprg. - Gering bestoßen, Rücken auf
einer Seite abgeplatzt. Titel mit Randausbesserungen und etwas fleckig.
Letzte Seite ergänzt. 2000,-
Erste Ausgabe des zeitgenössischen Klavierauszugs, im Todesjahr Mozarts
erschienen. - RISM M 4504; Kö6, S. 597; Haberkamp, S. 292f. (6. Abzug);
Müller, Schott, S. 133f.

246 MOZART, W. A.: [KV 406 (516b)] Grand Quintetto pour deux Violons, deux
Altos et Violoncelle. Oeuvre XI. chez J. J. Hummel à Berlin (PN
818) [1792]. 5 Stimmhefte, fol., Pbde. d. Zt. mit hs. Titelschild. Durchwegs
gestochen, alle Hefte mit gest. Titelvignette. - Minimal bestoßen.
500,-
RISM M 5960; Köchel 6, S. 579.

247 MOZART, W. A.: [KV 593] Grand Quintetto pour deux Violons, deux Alto
et Violoncelle. Oeuvre 36me. Offenbach, André (PN 609) [1793]. 5
Stimmhefte, fol., Pbde. d. Zt. mit hs. Titelschild. Durchwegs gestochen,
alle Hefte mit gest. Titelvignette. - Minimal bestoßen. 450,-
Frühester Nachdruck des im Mai 1793 bei Artaria in Wien publizierten
Quintetts. - KV 6, S. 680. - RISM M 6005.

248 ORFF, C. / FRIEDLAENDER, J.: Exercises. (Stgt.), manus-presse 1964.
Gr-fol., 42 S., ill. OU in ill. Oln.-Mappe. Mit 8 sign. Orig.-Farbradierungen
von
Friedlaender. Die Noten von Orff in Serigraphie. - Mappe leicht berieben
und gering verzogen, kl. Wasserrand auf Rückseite. OU mit minimalen
Stockflecken. 1200,-
Bibliophile Kombination von Radierungen und abstrakter Notenschrift.
Mit einem Vorwort von G. Lapouge. - Nr. 92 von 120 hs. num. Exemplaren
auf Papier
Arches. Im Druckvermerk von C. Orff signiert. Jede Radierung von Friedlaender
einzeln signiert. - Mit einer zusätzlichen privaten Widmung Orffs.
249 ORFF - RUPPEL, K. H. U.A.: Carl Orff. Ein Bericht in Wort und Bild.
Mit Beiträgen von K. H. Ruppel, G. R. Sellner und W. Thomas. Mainz, Schott
1955. Gr-8°, 37 S., Opbd., OU. 72 S. Bildteil. - Ganz leicht wasserwellig.
120,-
Mit egh. Widmung und Unterschrift Orffs für den Dirigenten Rudolf
Albert, mit Unterschrift dat. 18.10.57.
250 ORFF, CARL: Carmina Burana. Lieder aus der Benediktbeurer Handschrift.
Textbuch und dt. Übertragung besorgt von M. Hofmann. Mainz, Schott © 1937
[Druck: ca. 1942]. 47,(1) S., ill. O-Kart. - OU lose, Rücken geklebt.
90,-
Frühe Ausgabe des Textbuches. - Mit Autogramm Orffs in Blei.
251 PLEYEL, IGNAZ: [B 346-351] A Seventh Set of Six Quartets for Two Violins
Tenor & Violoncello. London, Longman and Broderip (ohne PN) [1789].
Vier Stimmhefte, 24 / 24 / 24 / 19 gest. S., fol. Jedes Heft mit eigenem
gest. Titel. - Violino 1-Stimme mit Verlagsanzeigen auf S.1, Cello-Stimme
bestoßen, mit kleinen Einrissen ohne Textverlust. 180,-
Frühe englische Ausgabe. - Benton 3410; RISM P 3302.
252 RANGSTRÖM, TURE: Porträtfotographie mit eigenhänd. Widmung
u. Unterschrift. [Göteborg ?] 1922. 14x23 cm, s/w-Fotographie des Ateliers
Almberg & Preinitz, Stockholm. In zugehöriger Mappe. 160,-
Schöne Aufnahme des ca. 38-jährigen Rangström, Dreiviertelaufnahme
im Stehen. - Mit eigenhändiger privater Widmung an einen Bekannten.
- Ture Rangström (1884-1947), schwedischer Komponist und Dirigent
ist zu Lebzeiten vor allem als Liedkomponist hervorgetreten, seine Zeitgenossen
„empfanden ihn als erschreckend modern“ (MGG2).
253 RESPIGHI, OTTORINO: Porträtfotographie mit eigenh. Widmung, Notenzitat
u. Unterschrift auf der Bildseite. Hamburg-22-N-927. 4° (ca. 24x32
cm), s/w-Brustbild. Aufnahme Becker & Maaß, Berlin. - Gering
wasserwellig, im unteren Bereich wenige Flecken. 600,-
„Alla Signora Gertrude Callam, la mia prima Rautendelein con grande ammirazione.“
- Ottorino Respighis Oper La Campana sommersa (Die versunkene Glocke, nach
einer Erzählung Gerhart Hauptmanns) wurde am 18. November 1927 im Stadttheater
Hamburg äußerst erfolgreich uraufgeführt. Die Hauptrolle
der Rautendelein sang die Sopranistin Gertrude Callam (1900-1980). - Das
Notenzitat mit einem Leitmotiv Rautendeleins.
254 RIEDER, AMBROS: III Gedichte von Bürger und Hölty für
den Gesang und das Piano Forte in Musik gesetzt. 24tes Werk. Wien, Chemische
Druckerey (VN 1729) [1812]. Qu-fol., 9 S. In Lithographie. - Etwas bestoßen.
120,-
Inkunabel der Lithographie. - Der Komponist und Organist Ambrosius Rieder
(1771-1855) war Chordirektor einer Kirche in der Wiener Vorstadt, die meist
nicht gedruckte Kirchenmusik macht den größten Teil seines Schaffens
aus. - Mendel / Reissmann, VIII, 340.
255 RIMSKIJ-KORSAKOW, NIKOLAIJ: [Snegourotchka. Schneeflöckchen ein
Frühlingsmärchen. Oper in 4 Aufzügen mit einem Vorspiel. Der
Text ist dem Stück von Ostrowski entnommen. Dt. Übers. von A. Bernhard.
Klavierausz. mit Text. Neue vom Komp. durchges. und umgearb. Ausgabe]. [St.
Petersburg / Moskau], Bessel (VN 6400) © 1908. Fol., 296 S., Hln. -
Gebrauchexemplar mit Eintragungen, bestoßen. Einige Seiten mit Ab-
/ Einrissen (kein Textverlust), teils alt restauriert. Ohne Titel. BV.
180,-
Original-Ausgabe mit französischem und deutschem Text. - Ehem. Leihmaterial
des Verlages. Mit beil. Anschreiben an einen Empfänger in Zürich
(1951).
256 RUBINSTEIN, ANTON: Die Musik und ihre Meister. Eine Unterredung. Zweite
Auflage. Lpz., Senff 1892. 3 Bl., 153 S., Oln., Goldprg. - Etwas bestoßen,
Ebd. mit kl. Flecken. Vord. Vorsatz locker. 200,-
Mit Widmung und Unterschrift Rubinsteins auf dem Schmutztitel „zur aufrichtigen
Erinnerung, Wien 13ter April 1894.“
257 SCHMID, JOSEPH: Zwölf Deutsche Tänze und Sechs Original-Ländler
für die Bälle in der k.k. Theresianischen Ritter-Accademie ...
für das Piano-Forte eingerichtet. Wien, Weigl. (PN 1668) [ca. 1818].
Qu-4°, 9 S. Gestochen. - Etwas angegraut. 160,-
Nicht in ÖNB.
258 SATIE, ERIK: Sports & Divertissements. Dessins de Ch. Martin. Paris,
L. Vogel [1914]. Qu-fol., 24 Tafeln (Titel, verso mit Noten: Choral inappétissant;
Farbtafel in Pochoir-Technik; Inhalt, verso mit Druckvermerk; 20 Kartonblätter
mit Noten in Zweifarbdruck rot / schwarz). Lose in O-Kart.-Mappe mit großen
Titelschild und Schließbändchen. - Ganz wenig bestoßen.
800,-
Original-Ausgabe eines der berühmtesten Zyklen Saties. Nicht numeriertes
Exemplar der limitierten Erstausgabe von 675 Stück. - Großformatige
Faksimilewiedergabe der Handschrift Saties. - Ursprünglich hatte der
Verleger, Lucien Vogel, Stravinsky gefragt einige kurze Stücke zu den
zwanzig Illustrationen Martins zu komponieren. Dieser weigerte sich jedoch,
da er die angebotene Bezahlung zu gering fand. So hat Satie die Klavierminiaturen
Sports et Divertissements zu den pastellfarbigen Zeichnungen von Charles
Martin (1884-1934) komponiert, dazu diese mit eigenen, ironisch-spöttischen
Gedichten erweitert. Das darüberhinaus Einmalige der Stücke ist,
„daß Satie ein vielen Fällen sein Notenbild so anlegft, daß es
den Hauptlinien der Zeichnung entspricht. Damit schuf Satie eine bis dahin
ungekannte Korrespondenz zwischen Malerei, Textdichtung und Musik auf kleinstem
Raum. - In der Erstausgabe wurde Saties eindrucksvolle kalligraphische Handschrift
mit schwarzen Noten auf roten Liniensystemen faksimiliert wiedergegeben,
Martin schuf zu jedem Titel eine eigene schwarz-weiße Vignette. Einem
kleinen Teil der Auflage wurden fünf, der numerierten Auflage eine Farbtafel
(Comedie italienne) beigegeben, die übrigen Tafeln wurden separat
publiziert.
259 SCHNEBEL, DIETER: MO-NO. Musik zum Lesen. Music to Read. Köln, Dumont
1969. Gr-8°, ca. 120 Bll., 1 gefalt. Bl., ill. O-Kart. - Ebd. gering
verfärbt, 1 Bl. lose. 150,-
studio dumont. - Erste Ausgabe. „Dieses Lese- und Bilderbuch bietet weder
Literatur noch auf Blatt gebannte Kunst füs Auge. Vielmehr ist MO-NO
Musik - eine Musik zum Lesen; genauer: Musik für einen Leser. Die Lektüre
des Buchs will im Kof des Lesers Musik entstehen lassen,so daß er im
Lesen allein seiend - mono - zum Ausführenden von Musik wird, für
sich selbst Musik macht“ (Klappentext).
260 SCHÖNBERG, ARNOLD: [Op. 50a-c] Moderne Psalmen [Faksimile-Ausgabe
und Partitur] nach den hinterlassenen Skizzen Schoenbergs herausgegeben von
Rudolf Kolisch Mainz, Schott © 1956. 3 Bde., 4° / qu-4°, 22
S. / 30 Bl. / 15 S., O-Kart. In Ohln.-Mappe. 180,-
Faksimile und Übertragung der Texte Schönbergs, Faksimile der Skizzen
und Partitur des ersten Psalms, Partitur des ersten Psalms. - Ergreifende
Komposition Schönbergs aus seinen letzten Lebenstagen.
261 SCHUBERT, FRANZ: [D 957] Schwanengesang. (Chant du Cygne). Deutsch und
französisch. In Musik gesetzt für eine Singstimme mit Begleitung
des Pianoforte. Letztes Werk. Ite [und II.] Abtheilung. Neue Ausgabe. [NACHGEB.,
ders.:] Winterreise (Le Voyage d’hiver.) Von Wilhelm Müller. Deutsch
und französisch. In Musik gesetzt für eine Singstimme mit Begleitung
des Pianoforte. 89tes Werk. Ite [und II.] Abtheilung. Neue Ausgabe. Wien,
Haslinger (PN 8701-8714 / 8721-8744) [1842/49]. 4 Hefte in 1 Bd., [I:]
2 Hefte mit zus. 64 S., [II:] 2 Hefte mit zus. 94 S., fol., gest. Hln.
d. Zt. m. Titelschild. - Bestoßen, gelegentlich stockfleckig. 350,-
Titelauflagen der beiden berühmten späten Liederzyklen Schuberts.
- Beide Werke in der originalen Anordnung in zwei Abteilungen, jeweils mit
eigenem Titelblatt. Im Jahr 1842, 14 Jahre nach Schuberts Tod, im Hochfolio-Format
erschienene Neuausgaben durch den Originalverleger, mit hinzugefügtem
französischem Text. - [I:] Offenbar wurden nebeneinander zwei Ausgaben
verkauft: Eine Ausgabe in Einzelheften und eine mit der ersten Auflage übereinstimmende
Ausgabe in zwei Abteilungen. Obwohl weitgehend von den selben Platten gedruckt,
unterscheiden sich die beiden Ausgaben voneinander. Einige Lieder tragen
bereits die neue Plattennummer „C.H.“, sind damit um 1849 gedruckt, wurden
aber nicht neu gestochen. Dagegen wurden teilweise Platten mit der alten
Bezeichnung „T.H.“ neu gestochen, dabei in Zeilenfall und allgemeiner Anmutung
nahezu völlig übereinstimmend mit dem Neustich von 1842. - Die
Hinzufügung eines französischen Textes zeigt die Wichtigkeit des
französischen Marktes, wo die Lieder Schuberts, auch durch das Wirken
Franz Liszts, enorme Popularität erlangt hatten. - In dieser Vollständigkeit
selten.
262 SCHUBERT, FRANZ: Die Winterreise (Le Voyage d’Hiver - The Winter
Journey). Arrangirt für Piano zu 4 Händen von B. Brähmig.
Braunschweig, Litolff (CL 238 / VN 3355). 4°, 63, (1) S., Obr. 50,-
Textlose Übertragung.

263 SCHUBERT, FRANZ / LISZT, FRANZ: [R 249] Müller-Lieder von Franz
Schubert. Für das Pianoforte in leichteren Styl übertragen. Wien,
Diabelli (PN 8451-53) [1847]. 3 Hefte, 4°, je 15 S. Hln. - Titel gering
gebräunt. 300,-
Erste Ausgabe. - Beigeb.: dies. Gretchen am Spinnrade. Für das Pianoforte übertragen.
Ebd. (PN 6538) [1838]. 15 S., OU mit eingeb.
264 SCHUBERT - KREIßLE VON HELLBORN, HEINRICH: Franz Schubert. Wien,
Gerold's Sohn 1865. XII,618,(1) S., Hldr. d. Zt., Rgp., FS. - Berieben, vord.
Gelenk beschädigt. Innen sehr frisch. 330,-
Erste Ausgabe der ersten Schubert-Biographie, erheblich erweitert gegenüber
der vier Jahre zuvor erschienenen „biographischen Skizze“ Kreißles.
Unverzichtbar wegen des Quellenmaterials, das er noch aus erster Hand
sammeln konnte. Mit einem Verzeichnis der (gedruckten) Werke Schuberts
sowie der
Fundorten der bekannten Handschriften. - Recht selten.
265 SILOTI, ALEXANDER: Eigenhänd. Brief m. Unterschrift. St. Petersburg,
7./20. XII [19]06. 4°, 2 S. - Knickfalte. Mit zugeh., eigenhänd.
beschr. Umschlag. 200,-
An Fritz Sieger von der Frankfurter Museumsgesellschaft wegen eines Konzerts:
„... anbei m. Programm f. 13. Jan; die Sätze werde ich selbst sagen
... Mit Generalprobe reichen 4 Proben ... Freue mich riesig Sie alle zu sehen.
Da wird gelacht! ... Bin neugierig was Sie an meiner Dirigirerei Gutes finden
werden.“ - Der russische Komponist, Pianist und Dirigent A. Siloti (1863-1945)
war Schüler von Tschaikowsky und Liszt.
266 STIELER, CARL: Hermann Kaulbach’s Opern-Cyclus. Nach Original-Oelgemälden
photographirt. Bln., Brack & Keller o.J.[etwa 1880]. Fol., XII,29,(1)
S., 13 Tafeln. Reich verz. Oln., Goldpräg., Dreikantgoldschnitt. - Berieben,
Kanten etwas bestoßen, minimal wellig. Ebd. hinten etwas angeschmutzt.
180,-
Einführung und begleitender Text von C. Stieler, Buchschmuck und Federzeichnungen
von F. Kruse. Hermann Kaulbach (1846-1909) war Sohn des Münchner Malerfürsten
Wilhelm von Kaulbach. Die in einem recht realistischem Stil gemalten „Cartons“
zeigen Szenen aus Fidelio, Barbier von Sevilla, Rothkäppchen, Weiße
Dame, Hugenotten, Allessandro Stradella, Rigoletto, Freischütz, Figaro,
Don Giovanni, Fliegender Holländer und Götterdämmerung.

267 STRAUSS, JOHANN (VATER): Die Friedens-Boten. Walzer für das Piano-Forte.
241tes Werk. Wien, Haslinger (PN 11321) [1849]. Qu-fol., 10 S. Gestochen.
Mit Werkverzeichnis. 160,-
Erste Ausgabe.
268 STRAUSS, RICHARD: Lieder. Gesamtausgabe. Complete Edition. Édition
complète. Hg. von F. Trenner. Ldn., Fürstner / Boosey & Hawkes
(VN 19215a-d) 1964. 4 Bde., fol., Oln., Goldprg. - Kopfschnitt gering fleckig.
Bde. 3 u. 4 Ebd. wasserfleckig, Bd. 4 etwas stärker. Innen gut. 550,-
Zum 100. Geburtstag erschienene, großformatige Gesamtausgabe. Umfasst
alle Klavierlieder mit und ohne Opuszahl sowie die Orchesterlieder. - Selten.
269 THEATER - ROMMEL, OTTO: Die Alt-Wiener Volkskomödie. Ihre Geschichte
vom barocken Welt-Theater bis zum Todde Nestroys. Wien, Schroll & Co.
1952. 1096 S., Oln., ill. OU. Mit zahlr. Abb. auf Bildtafeln, einige in
Farbe. 280,-
Erste Ausgabe, bis heute das Standardwerk.
270 TSCHAIKOWSKY, PETER I.: Sixth Symphony. Pathétique. Score. Facsimile.
Preface, Research and Commentary by Galina Pribegina. Translated from the
Russian by Xenia Danko. Moskau, Musika 1970. 4°, XVII S., 139 Bll.,
Oln., Goldprg. 450,-
Kommentierte Faksimile-Wiedergabe der Handschrift im Glinka-Museum. - Den
rechtsseitig abgebildeten Notenseiten sind linksseitig detaillierte Kommentare
zu Änderungen, Korrekturen u.a. gegenübergestellt. - Selten.
271 VOLKSMUSIK - BARTÓK, BÉLA: Volksmusik der Rumänen
von Maramures. Mchn., Dreimasken Verlag 1923. Gr-8°, XXXVII, 226, (3)
S., Oln., goldgepr. Rü.-Sch. Mit Noten u. 1 Bildtafel. - Gering berieben.
Vord. Gelenk leicht beschädigt. BV (M. Hellmuth). 270,-
Sammelbände für vergleichende Musikwissenschaft, Bd. 4. - Erste
Ausgabe. - Mit ausführl. Einleitung, Transkription der Melodien, Textanhang
(rumän. / dt.).
272 - SCHÜNEMANN, GEORG: Das Lied der deutschen Kolonisten in Russland.
Mit 434 in deutschen Kriegsgefangenenlagern gesammelten Liedern. Mchn., Dreimasken
Verlag 1923. Gr-8°, XII, 466, Oln., goldgepr. Rü.-Sch. Mit Noten.
- Gering berieben. BV (M. Hellmuth). 140,-
Sammelbände für vergleichende Musikwissenschaft, Bd. 3. - Erste
Ausgabe. - Mit Einleitung, Transkription der Melodien.
273 WAGNER, RICHARD: [WWV 80] Jesus von Nazareth. Ein dichterischer Entwurf
aus dem Jahre 1848. Lpz., B&H 1887. 3 Bll., 100 S., (O)Ln. - Ebd.
mit geringem Wasserschaden, innen gut. 140,-
Erste Ausgabe. - Entgegen der Angabe des Titel stammt Wagner Text vom
Beginn des Jahres 1849. Zumindest zeitweise scheint Wagner geplant zu
haben, „Jesus
von Nazareth“ als Oper für Paris zu schreiben. Da sich dies als unmöglich
herausstellte, verlor Wagner das Interesse am Stoff. Der so nie ausgeführte
Entwurf wurde von seinem Sohn Siegfried herausgegeben. - WWV, S. 337ff.
274 WAGNER, RICHARD: Das Wiener Hof-Operntheater. (Separat-Abdruck aus dem
„Botschafter.“) Wien, Gerold 1863. 16 S., kart. 150,-
Selten. - Erste Einzelausgabe. Wagners Reformgedanken waren im September
1863 durch Julius Fröbel in Der Botschafter veröffentlicht worden.
- Oesterlein I,23.
275 - WAGNER, RICHARD: König Ludwig II. und Richard Wagner. Briefwechsel.
Mit vielen anderen Urkunden hg. vom Wittelsbacher Ausgleich-Fonds und W.
Wagner. Bearbeitet von O. Strobel. Karlsruhe, Braun 1936-1939. 5 Bde., gr-8°,
Oln., Goldprg., Kopf-Goldschnitt. Mit zahlr. Faks. u. Abb. Mehrere ausfaltb.
Tafeln. - Ebde. leicht angegraut, BV. 330,-
Erste Ausgabe. - Mit dem später erschienenen Nachtragsband Neue Urkunden
zur Lebensgeschichte Richard Wagners. - Aus dem Besitz des Komponisten
Joseph Suder mit Marginalien in Blei.
276 WAGNER - NIETZSCHE, FRIEDRICH: Der Fall Wagner. Götzen-Dämmerung.
Nietzsche contra Wagner. Der Antichrist. - Gedichte. Dritte Auflage des Falls
Wagner und der Götzen-Dämmerung. Erste Auflage von Nietzsche
contra Wagner, des Antichrist und der Gedichte. Lpz., Naumann 1895. VI,
378, XI
S., Hln. 1 Faksimile. - BV (M. Hellmuth). 220,-
Nietzsches Werke, Bd. VIII. - Im Anhang eine vergleichende Seitentafel der
verschiedenen Ausgaben.
277 WEBER, CARL M. V.: Der Freischütz. Nachbildung der Eigenschrift
aus dem Besitz der preuss. Staatsbibliothek. Hg. von G. Schünemann.
Bln. 1942. 80 S.,197 Bll., qu-fol., Ohldr., Goldprg. - BV. Ebd. min. fleckig.
500,-
Erschienen zur 200 Jahrfeier der Berliner Staatsoper. - Vollständiges
Faksimile der Handschrift mit großem erläuternden Text mit 23
Abb., Porträts, Tagebucheintragungen, Skizzen u.a., sowie 8 farbigen
Wiedergaben von alten Kostüm- und Bühnenbildentwürfen.
278 WEBER, CARL M. V.: Sämtliche Schriften. Kritische Ausgabe von G.
Kaiser. Berlin / Lpz., Schuster & Löffler 1908. XXXIII, 585 S.,
Hln., Rü.-Goldprg., FS. - Etwas bestoßen. 150,-
Autobiographie, Kritiken, Gedichte u.a. - Einleitung mit einer ausführlich
kommentierten Bibliographie der Werke Webers.
279 WOELFL, JOSEPH: Gesaenge am Klavier. Zweiter [!] Heft enthaltend Lieder
und eine vierstimmige Hymne von Ramler. Leipzig bey Breitkopf & Härtel
(PN W.2) [1799 (1793?)]. 4°, 1 Bl., 41 S., (O)br. d. Zeit mit Titelschild.
Typendruck, mit einer sehr schönen gestochenen Titelvignette. - Gering
bestoßen, Rücken etwas beschädigt. 650,-
Erste Ausgabe der zwölf Lieder nach Texten von Conz, Matthisson, Jaeger,
v. Steigentesch, Blumauer u.a. - Joseph Woelfl (1773-1812) war Schüler
von L. Mozart und M. Haydn in Salzburg. Er zählte zu den bekanntesten
Pianoforte-Virtuosen seiner Zeit. - Die Titelvignette signiert und datiert
„S.K. inv. et sculp. 1793. No 51“. Vertonung und Druck der Lieder erfolgten
wahrscheinlich jedoch erst auf Woelfl Reise nach Berlin und Leipzig im
Jahre 1799 (vgl. MGG2, Bd. 17, SP. 1123). - RISM WW II,199.
VARIA

280 ARCHÄOLOGIE - ROUX AINÉ, H. / BARRÉ, M. L.: Herculanum
et Pompéi. Recueil général des peintures, bronzes, mosaiques,
etc. découverts jusqu’a ce jour, et reproduits d’après Le Antichita
di ercolano, il Museo Borbonico, et tous les ouvrages analogues augmenté de
sujets inédits gravés au trait sur cuivre et accompagné d’un
Texte explicatif. Paris, Didot Frères, Fils et Co. 1861-62. 8 Bde.,
Opbde. m. goldgepr. Rü.-Sch. - Gering bestoßen. Erste Bll. minimal
fleckig, Vorsätze leicht leimschattig. 1200,-
Schöne Ausgabe des bekannten Werks über die Bildwerke Herculaneums
und Pompejis, hier vollständig vorliegend in der zweiten französischen
Ausgabe. Mit insgesamt nahezu 700 Kupfertafeln. - Die erste Ausgabe war 1839/40
in Paris erschienen, die nur ein Jahr später erschienene, sechsbändige
deutsche Ausgabe (Hbg., Meissner 1841) war offensichtlich gleichzeitig geplant
worden, wie die parallelen deutsch-französischen Bildbeischriften zeigen.
- Die Tafeln sind höchst genau gestochen, jeder Abbildung sind Maßstab
und Inventarnummer (des Museo Borbonico) beigegeben. Als Stecher wirkte neben
H. Roux auch A. de Bouchet. - Bei der deutschen Ausgabe fehlten die Bände
sieben (Büsten, Lampen) und acht (Musée secret). Dieser berühmte
letzte Band mit den erotischen Darstellungen konnte nur als Supplement (ohne Übersetzung)
erworben werden, wie eine Katalognotiz der BSB München zeigt.
281 BUCHWESEN - JAPANPAPIER IMPORTGESELLSCHAFT DRISSLER & CO.: JAPICO
Papiermusterbuch „Büttenpyramide“. Ff./M. / Stgt. [ca. 1980]. 8 Mappen
mit eingeklebten Papiermustern, 4°, in Ordner. 120,-
Eindruckvolles Musterbuch mit zus. über 400 aufgeklebten Musterpapieren
in verschiedenen Qualitäten und Farbtönen.
282 - GROYEN & RICHTMANN: Schriftprobe der Blickensderfer Noten- & Correspondenz-Schreibmaschine.
Köln / Berlin [um 1910]. Fol., 9, (2) S. - Geknickt. 100,-
Werbeschrift für die neue Schreibmaschine „Nocoblick“, mit der Noten
und Text gleichermaßen geschrieben werden konnten, erfunden von L.
Maasen. Als „Schriftprobe“ dient der Walzer Am schönen Rhein von F.
Münstedt. - „The machine contained musical symbols on a type wheel.
A pointer on the left of the typewriter resolved the platen. The position
of the platen was determined with a scale. The typewriter was eventually
built on a table. It was equipped with three then four pedals. Two pedals
controlled the shifts, one stopped the carriage, and one operated the space
bar. A device was also installed to stamp musical symbols that were not included
in the type wheel which normally had 84 characters. The typewriter was also
capable of drawing staves on blank paper. By changing the type wheel and
by moving a lever under the scale to the right, the Nocoblick could also
be used as a normal typewriter. The music was typed onto lithographic transfer
paper which could then be used to make a number of copies.“ (www.musicprintinghistory.org)
283 - RIXDORFER DRUCKE: Buchreport. 10 Bildbuchstaben aus der Fachwerkstatt
Rixdorfer Drucke. Dortmund, Buchreport 1976. 4°, 1 Bl., 10 ganzseit.
O-Holzschnitte, in O-Kart.-Schuber m. aufgekl. Titelschild. - Schuber gering
verzogen. 120,-
Num. Ex. „428“ von 600. - Holzschnitte von: Uwe Bremer (3), Ali Schindehütte
(3), Johannes Vennekamp (2) und Arno Waldschmidt (2). Titel numeriert, jeder
Holzschnitt numeriert und signiert. - Die Bildbuchstaben ergeben zusammengelegt
das Wort „Buchreport“.
284 - RÖMERTURM FEINSTPAPIER: JAPICO Seiden- und Japanpapiere. Restaurierung
- Archivierung - Konservierung. Frechen [ca. 2000]. Qu-8°, Blockbuch
mit ca. 70 Papiermustern, mit Trennblättern mit Bestellnummern. 90,-
Schönes Musterbuch. - Beil. Werbeprospekt für japico designer book.
3 Bll., OU. Ringheftung.

285 - SCHMIEDER, E. / KELLNER, E.: Schrift und Buch. Eine Fibel. Bilder
von P. Thienhaus. [Lpz., Staackmann © 1939]. SS. 5-96. Mit zahlr., teils
farb. Abb. - Mit zahlr. Eintragungen, Korrekturen und Überklebungen.
- BEIL.: [1] dass. 1 Bl., 96, (8) S., ill. Opbd., FS. Mit zahlr., teils
farb. Abb . - Bestoßen, Rücken beschädigt; [2] dass.
9.-14. Tausend 1940. 220,-
Eingehend annotiertes Korrekturexemplar des Verfassers Eberhard Schmieder,
für die Neuauflage bereits im Jahr 1940(!). - Die zahlreichen, teils
gravierenden Fehler wurden (teils) verbessert, ganze Passagen gestrichen
oder umgestellt. Die Datierungen wurden „arisiert“ (aus „v./n.Chr.“ wurde
„v/n. Ztr.“). Die Korrekturen und Änderungen erstrecken sich auch auf
die Abbildungen und Beilagen, die ebenfalls teilweise verändert und
umgestellt wurden. Auch der Umschlag wurde geändert: Der mürrische
Gesichtsausdruck des Druckermeisters wurde freundlicher, sein Gehilfe
bekam Schuhe! - Beil: [1] Ein vollst. Exemplar mit hs. Widmung u. Unterschrift
des Verfassers E. Schmieder; [2] Vergleichsexemplar der zweiten Auflage.

286 CLAUS, MARTIN: Eigenhänd. Zeichnung. Vorlage für die Karikatur
„Nomen est omen“. [Mchn. um 1925]. 1 Bl., ca. 16x20 cm., auf Karton aufgezogen,
li. u. sign. „Martin Claus“, rücks. gestempelt „Für die Meggendorfer-Blätter,
München, gezeichnet von Martin Claus ... No. 3413“. Unter Passepartout.
250,-
Minimalistische Tuschezeichnung, zwei Herren und eine Dame als Beobachter
eines Pferderennens. - Veröffentlicht als Nr. 1777 in Heft 1925
/ I (15.1.1925). - Beil.: Kopie der betr. Seite der Druckausgabe.

287 CLAUS, MARTIN: Eigenhänd. Zeichnung. Vorlage für die Karikatur
„Sicherer“. [Mchn. um 1923]. 1 Bl., ca. 18x23 cm., auf Karton aufgezogen,
re. u. sign. „Martin Claus“, rücks. gestempelt „Für die Meggendorfer-Blätter,
München, gezeichnet von Martin Claus ... No. 9811“. Unter Passepartout.
250,-
Tuschezeichnung, Szene in Hotelhalle. - Veröffentlicht als Nr. 1689
in Heft 1923 / I (10.6.1923). - Beil.: Kopie der betr. Seite der Druckausgabe.
- Der Zeichner Martin Claus (1892-1975) war in den 20er und 30er Jahren für
die Meggendorfer Blätter tätig.
288 KARL XII. - SCHMAUS, JOHANN J.: Das Glorwürdigste Leben und die
grossen Helden-Thaten Sr. Majestät Caroli XII. Königs in Schweden.
Anderer Theil. Aus Actis Publicis, und andern zuverläßigen, theils
auch ungedruckten Nachrichten; Mit Anführung einer grossen Anzahl von
Documenten, Und fleißiger Allegirung der dazu gebrauchten Schrifften,
Auf das vollständigste, und ganz unpartheyisch beschrieben. Halle, Neue
Buchhandlung 1720. 4 Bll., 856 S., Hpgt. d. Zt. - Etwas bestoßen. 180,-
Zweiter Teil der großen Biographie Karls XII. von Joh. Jakob Schmaus
(1690-1757).
289 LUDWIG XVI. - GIRTANNER, CHRISTOPH: Schilderung des häuslichen Lebens,
des Karakters und der Regierung Ludwigs des Sechzehnten. Königs von
Frankreich und Navarra. Bln., Unger 1793. 166 S., Hldr. m. Rü.-Sch.,
Frontispiz. - Etwas bestoßen. 1 Bl. mit kl. Ausriss, ohne Textverlust.
Erste Bll. leicht fleckig. Vorsätze mit wenigen, alten Eintragungen
120,-
290 KOKOSCHKA, OSKAR: Lithographien. 16.-22. Tsd. Mchn., Piper 1960. 15
S., 43 ganzseitige Abb., (5) S., ill. Opbd., FS. - Minimal bestoßen.
100,-
Piper-Bücherei. - Mit Einführung von R. Netzer. - Mit Widmung und
Unterschrift Kokoschkas.
291 MAGAGNA, PAUL: Ranken und Rauten. Gedichte. Bozen, Auer 1906. Kl-8°,
2 Bl., 210 S., verzl. Oln., GS. - Minimal berieben. 60,-
Sehr schönes Vorsatz und schön verzierter Einband (mit farbigen
Ranken und Rauten) der Oldenbourgschen Buchbinderei, München. - Mit
Widmung und Unterschrift des Autors, 30.9.47.
292 TIECK, LUDWIG: Dramaturgische Blätter. Nebst einem Anhange noch
ungedruckter Aufsätze über das Deutsche Theater und Berichten über
die Englische Bühne geschrieben auf einer Reise im Jahre 1817. Erster
[-dritter] Theil. Wien, Chr. Fr. Schade 1826. 3 Bde. in 1, 12°, 200;
158; 172 S., Hln., Goldprg. - Etwas bestoßen. 130,-
Classische Cabinets=Bibliothek oder Sammlung auserlesener Werke der deutschen
und Fremd=Literatur. Neun und achtzigstes [bis 91.] Bändchen. - Früher
Wiener Nachdruck der 1825 in Breslau und Leipzig erschienenen Sammlung.

293 ZWINTSCHER, O: Kolorierte Tuschezeichnung, wohl Vorlage für eine
Karikatur („Mein Lenz“?). [Dresden?]. 1904. 1 Bl., ca. 18x18 cm., rechts
unten sign. u. dat. „OZwintscher1904“. Unter Passepartout. Mit Beschnittmarken
und hs. Vermerk „Eilig“. 300,-
Büroszene, Sekretärien (?) überreicht sitzendem Mann ein Buch
mit der Aufschrift „Mein Lenz“. - Oskar Zwintscher (1870-1916) war Professor
an der Dresdner Akademie, neben seinen Gemälden trat er als Gestalter
von Sammelbildern (u.a. für die Firma Stollwerk) hervor.
ANHANG
294 BÄRMANN, H.: Sonate pour la Clarinette avec accompagnement de 2
Violons, Alto & Violoncelle, 2 Cors, 2 Bassons & Contrebasse ad libitum
dédiée à son Ami Charles Marie de Weber. Op. 31. Lpz.,
B&H (PN 4370) [1825]. Fol., 9 S. Solostimme, 9 Begleitstimmen. In OU.
- BV. 350,-
Selte Erstausgabe. - Heinrich Joseph Baermann (1784-1847) gilt als der bekannteste
und bis heute bedeutendste Klarinettist seiner Zeit. Die Freundschaft Bärmanns
mit C. M. v. Weber und später auch mit Mendelssohn befruchtete das Schaffen
gegenseitig, aus ihr entstanden zahlreiche Werke für Klarinette.
295 BEETHOVEN, L. V.: Preis der Tonkunst. Cantate [op. 136]. Partitur. Wien,
Haslinger (PN 6751) [1837]. Fol., 4 Bll., 168 S., gelber Obr. - Gering
bestoßen, ganz leicht fleckig. Ehem. Bibl.-Ex., Titel mit kleinen
Stempelspuren. 1300,-
Erste Ausgabe. - Die 1814 aufgeführte Kantate "Der glorreiche Augenblick" wurde
1837 in zweifacher Form publiziert, mit dem originalen Text von A. Weissenbach
und , „um der Gelegenheitskantate eine größere Verbreitung zu
sichern, ließ ihr Haslinger durch Friedrich Rochlitz einen anderen,
allgemein gehaltenen Text „Preis der Tonkunst“ unterlegen. Die ursprüngliche
Fassung, zu den Friedenverhandlungen beim Wiener Kongreß geschrieben,
erschien nicht "für andere Zeiten und andere Verhältnisse
passend", um das Werk "überall anwendbar und gemeinnützig
zu machen ... musste eine gänzlich neue und auch auf einen anderen Gegenstand
gerichtete Dichtung erfunden werden" (Vorwort des Verlegers Haslinger).
- Kinsky-Halm, S. 414ff.

296 FERRARI, JACOPO G.: Sei Canoni A tre Voci coll'Accompagnemento di Pianoforte.
No. I. In Lipsia presso Ambrogio Kühnel (PN 381) [1805]. Qu-fol.,
11 S. - [UND.:] ders. Sei Canoni per Tre Voci coll'Accompagnemento di Pianoforte
ridotti per la Chitarra da Seidler. No. II. Ebd. (PN 626) [1808]. 11 S.
- Späterer Ln.-Band. Leichte Gebrauchspuren, mit Hinterlegungen. -
[BEIGEB.:] F. Curschmann: Due Canoni a tre voci coll'accompagnemento di
Piano Forte. Bln., Trautwein (PN 429) [1833]. 9 S. [UND] C. Burchard: Canon: "Schuster
bleib bei deinem Leisten" für zwei Soprane und Tenor (oder
Bariton). Dresden, Meser (PN 400) [1847]. 5 S. 350,-
RISM F (FF) 357 und 358; Carlini / Lunelli, S. 139. - Sehr seltene
Ausgaben der zweimal sechs Kanons, RISM weist für beide Ausgaben lediglich sechs
Exemplare nach. - Schöne Sammlung von Kanons zu drei Stimmen. -
Ferrari (1763-1842) wirkte als Komponist und Gesangslehrer in Paris und
London.
297 WEIGL, THADDÄUS: Heil dir Europa oder Die Besitznahme von Paris
durch die verbündeten siegreichen Mächte am 31. ten März 1814.
Ein charakteristisches Ton-Gemählde für das Piano-Forte. Wien,
Weigl (PN1415) [1814]. Qu-fol., 1 Bl., 19 S. Mit Titelillustration. - Etwas
bestoßen. 350,-
Große Schlachtenmusik zur Feier der Einnahme Paris' im März 1814.
Das Titelblatt nennt keinen Verfasser, doch ist Weigls Urheberschaft sehr
wahrscheinlich. - Die große Titelvignette zeigt Paris mit den "Anhöhen
von Belleville, St. Chaumont und Montmarte.
298 MOZART, W. A. / PAER / CHERUBINI, L.: Sammelband mit Ouvertüren
für Klavier eingerichtet. Meist Wien, Chemische Druckerei [zw. 1803-1808].
11 Hefte in 1 Bd., qu-fol., Hln. d. Zt. m. Titelschild. - Etwas bestoßen,
innen teils gering fleckig. Alter BV ("Barissany"). 2000,-
Schöne, systematische Sammlung von Opern-Ouvertüren zu zwei und
vier Händen. Daneben ein eindrucksvolles Zeugnis sehr frühen lithographischen
Notendrucks. - Meist nur in wenigen Exemplaren in RISM nachgewiesen. - Die
Chemische Druckerei in Wien, die ihren Namen von der lithographischen Drucktechnik
ableitete, war vom Erfinder der Drucktechnik Alois Senefelder 1803 gegründet
worden. - Inhalt: Zweihändig: [1] Paer. Ouverture aus der Oper Sargino.
Wien, chem. Druckerei (No. 267) [1806]. 7 S. Lithographie. – Titel fehlt?;
[2] Mozart. Ouverture aus der Oper Idomeneo für das Piano Forte. Handschrift.
4 Bll.; [3] Paer. Ouverture aus der Oper Camilla. Kassel, Wöhler & Grosheim
(PN 43). 6 S.; [4] Mozart. Ouverture für das Clavier aus der Oper Die
Zauberflöte. Wien, chem. Druckerei (VN 8) [1803]. 7 S. Lithographie.
– RISM M 4817. – Vierhändig: [5] Cherubini. Ouverture de l’Opera Les
Deux Journees arrangée pour le Pianoforte à quatre mains par
F. Stein. No. 1. Wien, chem. Druckerei (VN 700) [1807]. 19 S. Lithographie;
[6] Cherubini. Ouverture del Opera Faniska arrange a 4 mains pour le Pianoforte
par F. Stein. No. II. Wien, chem. Druckerei (VN 743) [1807]. 19 S. Lithographie;
[7] Mozart. Ouverture del Opera: Don Giovanni arrangée a 4 mains pour
le Pianoforte par. Fr. Stein. N. V. Wien, chem. Druckerei (VN 903) [1808].
11 S. Lithographie. – RISM M 4649; [8] Mozart. Ouverture de l’Opera: les
Mystéres d’Isis (Zauberflöte) arrangée à 4 mains
pour le Pianoforte. Lpz., Kühnel (PN 509) [1807]. 11 S. – RISM M 5042;
[9] Mozart. Ouverture de L’Opera Idomeneo arrangée pour le Pianoforte à 4
mains par F. Stein. No. III. Wien, chem. Druckerei (VN 833) [1808]. 9 S.
Lithographie. – RISM M 4227; [10] Mozart. Ouverture a quatro Mani per un
Clavicembalo del Opera La Clemenza di Tito. Wien, Mollo (PN 1046) [1806].
11 S. – RISM M 5206; [11] Mozart. Ouverture del l’Opera Le Nozze di Figaro
arrangée pour le Piano Forte à 4 mains par Fred. Stein. No.
IV. Wien, chem. Druckerei (VN 837) [1808]. 13 S. – RISM M 4461.
299 RIGHINI, VINCENZO: Dodici Ariette Italiane Con accompagnamento di Forte
Piano ossequiosamente dedicate a Sua Maestà la Regina Regnante
di Prussia. [Bln.] 1799. Qu-fol., 1 Bl., 31 S. Typendruck. - Innen sehr
sauberes
Exemplar. 900,-
RISM R 1003. Sehr selten, in Deutschland ein Exemplar nachgewiesen. -
Vicenzo Righini (1756-1812) war von 1793 bis zu seinem Tode königlicher Kapellmeister
in Berlin. Die 12 italienischen Arietten sind der Königin Luise von
Preußen gewidmet.
300 SCHÖNBERG, ARNOLD: Litanei [und] Entrückung. III [und] IV.
Satz aus dem II. Streichquartett Op. 10 für eine Sopranstimme und Klavier.
Kl.A. von A. Berg. Wien-Lpz., UE (VN 6862/6863) © 1921. 2 Hefte, 4°,
14 / 9 S., Obr. 500,-
Erste Ausgabe. - Schönberg suchte in seinem zweiten Streichquartett
die Ausdrucksmöglichkeiten durch die Einbeziehung einer Singstimme zu
erweitern, vergleichbar mit dem letzten Satz von Beethovens Neunter Sinfonie.
Für den dritten und vierten Satz benutzt er zwei Texte Stefan Georges
aus dessen Gedicht-Sammlung "Der siebte Ring" aus dem Jahr 1909.
Die berühmten Anfangszeilen des Gedicht im vierten Satz: "Ich fühle
Luft von anderen Planeten", fangen bereits die Stimmung des ganzen Satzes
ein: "In [der] Einleitung wurde versucht, die Befreiung von der Gravitation
darzustellen - das Passieren durch die Wolken in zunehmend dünnere Luft,
das Vergessen aller Sorgen des Erdenlebens [...] In einer vollkommenen Verschmelzung
von Musik und Gedicht folgt die Form dem Umriß des Textes", schreibt
Schönberg in der Analyse seines Quartetts. - Schönberg "war
sich der zentralen Bedeutung des II. Streichquartetts voll bewußt.
So ist er nicht nur häufig in theoretischen Äußerungen auf
die Komposition eingegangen, sondern hat - und das ist nur mit der Kammersymphonie
op. 9 vergleichbar - den Notentext immer wieder einer kritischen Überprüfung
unterzogen. Hauptstationen dieses fortschreitenden Revisionsprozesses, der
insgesamt 18 Jahre dauerte und dem erst durch das Entstehen des III. Streichquartettes
op. 30 ein Ende gesetzt wurde, sind nach den autographen Quellen die Partitur
im Selbstverlag, die 1909 erschien, die erste gestochene Studienpartitur
von 1920 und deren zweite, als revidiert bezeichnete Ausgabe von 1921 bzw.
1925. Überdies richtete der Komponist das Werk mehrfach für Streichorchester
ein; die endgültige Fassung für Streichorchester erschien 1929
im Druck. Vervollständigt wird die Palette durch Klavierauszüge,
die zwei Schüler Schönbergs - zum Teil unter dessen Mitarbeit -
erstellten; die Auszüge des 3. und 4. Satzes für Klavier 2händig
von Alban Berg erschienen zuerst 1921, der Auszug des ganzen Quartetts für
Klavier 4händig von Felix Greissle 1923" (www.schoenberg.at).
301 WAGNER, RICHARD: Tristan und Isolde. [Faksimile nach dem] Autograph
der vollständigen Partitur. Mchn., Drei Masken (1923). Fol., 354, (1)
S., Oln., Goldprg., Innenkantenvergoldung, Kopf-Gold-Schnitt. 3300,-
Seltenes Faksimile, ausnehmend schönes Exemplar. - Exemplar „LXXXIII“
der römisch numerierten Auflage. - Die einmalige Auflage betrug 530
Exemplare, von denen 500 in den Handel gelangen und zwar 90 Exemplare numeriert
von I - XC. - Das Autograph der vollständigen Partitur von Richard Wagners
Tristan und Isolde wurde im Auftrag des Drei Masken Verlages in München
im Laufe des Jahres 1923 erstmalig reproduziert. Das Originalmanuskript ist
im Besitze des Hauses Wahnfried in Bayreuth. Der Druck dieser Faksimile-Ausgabe
erfolgte durch Sinsel & Co. in Leipzig.
302 WAGNER, RICHARD: Die Meistersinger von Nürnberg [Faksimile der
autographen Partitur]. Mchn., Drei Masken Verlag 1922. Fol., 1 Bl., 462 S.,
1 Bl., priv. Hpgt.m. verz. Rücken u. Buntpapierbezug, Kopf-Rotschnitt.
- Ganz gering bestoßen. 2800,-
Sehr seltenes Faksimile der Originalhandschrift. Bis heute die einzige
komplette Wiedergabe. Nr. "390" der arab. num Auflage von 410
Exemplaren. - Sehr schönes, bibliophil gebundenes Exemplar.
299d WAGNER, SIEGFRIED: Porträtphotographie mit egh. Unterschrift,
dat. 1924. S/w-Photographie, 10x15 cm. Auf Untersatzkarton aufgezogen. 170,-
Porträtphotographie im Sitzen, hergestellt von Atelier Richard Hecker
in Rathenow. - Dekoratives Blatt mit groß ausgeführter Unterschrift.
299e WAGNER, WIELAND: Eigenhänd. Brief m. Unterschrift ("WW").Bayreuth,17.
Sept. 1958. 4°, 1 S. - Knickfalte. 100,-
An den Münchner Musikschriftsteller Walter Panofsky: "... herzlichen
Dank für die originelle und Ihrer würdige Reportage .. Ihr Weltbildleser..."
299f WEBER, CARL M. V.: Der Freischütz. Romantische Oper in drei Aufzügen.
Clavierauszug vom Componisten [und] Preciosa, Romantisches Schauspiel in
vier Acten. Clavierauszug vom Componisten [und] Euryanthe, Große romantische
Oper in drei Aufzügen. Clavierauszug vom Componisten [und] Oberon. Romantische
Oper in drei Acten. Clavierauszug vom Componisten. Wolfenbüttel, Holle
(VN 337 / 338 / 339 / 340). 4 Bde. in 1, fol. Ln., Goldprg., FS. - Etwas
bestoßen, Rücken beschädigt. Gering fleckig. 270,-
C. M. von Weber's sämmtliche Compositionen. Erste rechtmässige
Gesamtausgabe rev. u. corrigirt von H. W. Stolze. III. Band, 1.-4. Heft.
- Frühe Sammelausagbe aller vier Opern Webers.
299g WEBER, LUDWIG: Christgeburt. Kammerspiel nach einem Text aus Oberufer
mit Musik nach alten Liedern zum Darstellen Singen und Tanzen [Partitur].
Wolfenbüttel, Kallmeyer (Nr. 1) 1925. Fol., 39 S., O-Kart. - Gering
bestoßen. 120,-
Erste Ausgabe, zugleich eine der ersten Publikationen des Verlags. - Beil.:
Zwei Schreiben in Bezug auf eine Aufführung 1932, Typoskript mit Regieanweisungen
(8 Bll.) des Komponisten, Werkverz. Webers. - Ludwig Weber (1891-1947) war
Schüler von Courvoisier und Abendroth. Er lehrte an der Folkwangschule
Essen, seine Werke stehen der Jugendbewegung nahe. Das 1924 in Nürnberg
uraufgeführte Kammerspiel "Christgeburt" ist sein erfolgreichstes
Werk.
299h WELLESZ, EGON: Die Prinzessin Girnara. Weltspiel und Legende. Klavierauszug.
Wien-Lpz., UE (6473) © 1921. 4°, 173 S., ill. O-Kart. 70,-
Erste Ausgabe. - Die Oper nach dem gleichnamigen Dramolett von Jakob Wassermann
wurde am 15. Mai 1921 in Hannover uraufgeführt. - Wellesz (1885-1974)
studierte Musikwissenschaft bei G. Adler und Kompositon bei A. Schönberg.
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